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Neufundländer am Wiesensee Drucken E-Mail
Montag, 25. Mai 2009

Abschleppübung (Foto Röder Moldenhauer)
Abschleppübung (Foto Röder Moldenhauer)
Auf dem Weg zum Trainingplatz mitten im See ( Foto Röder Moldenhauer )
Auf dem Weg zum Trainingplatz mitten im See ( Foto Röder Moldenhauer )
Er hat seinen Schiffbrüchigen zu den Helfern bringen können (Foto Röder-Moldenhauer)
Er hat seinen Schiffbrüchigen zu den Helfern bringen können (Foto Röder-Moldenhauer)
Und los gehts, ins Wasser und zum Opfer schwimmen (Foto Röder Moldenhauer)
Und los gehts, ins Wasser und zum Opfer schwimmen (Foto Röder Moldenhauer)

Mensch und Tier einheitlich zusammen
Mensch und Tier einheitlich zusammen






Neufundländer bereiteten sich am Wiesensee auf intern. Prüfungen vor.

Die Neufundländer Wasserarbeitsgruppe Westerwald e.V. mit Sitz in Westerburg hatte befreundete Teams von Vereinen aus Köln, Luxemburg und Belgien zu einem mehrtägigen Training am Wiesensee eingeladen, um sich auf die bevorstehenden Prüfungen im Ausland vorzubereiten. Der Wiesensee, wie er sich derzeit zeigt, ist ein idealer Trainingsort. Trainiert wurde in drei Leistungsklassen, wobei die Junioren das Apportieren von Trainingsdummys und Puppen sowie den Sprung aus dem Boot übten. In der zweiten Klasse ging es dann schon über zum Bergen von treibenden Booten und sicher Rettung von Personen, die einen Ertrinkenden simulierten. In der dritten Klasse waren die erfahrensten Teams am Start. Hier wurden mehrere Personen gleichzeitig – um Hilfe rufende und Bewusstlose – von den Hunden auf dem Wasser eingesammelt und sicher zurück zum Ufer bzw. zu einem Boot gezogen, oder Schwimmwesten und Rettungsringe zu Ertrinkenden gebracht. Die meisten Übungen in dieser Klasse starten jedoch auf dem Wasser von einem Boot aus, wobei der Hund abgelenkt ist und plötzlich mit einer Gefahrensituation konfrontiert wird.

Eine Person liegt erschöpft auf einer Luftmatratze oder einem Surfbrett und wird von der Strömung abgetrieben; ein Paddel geht verloren; eine Person geht unbemerkt über Bord und wird bewusstlos. In diesem Moment sind der Instinkt und die Eigenschaften des Neufundländers gefordert, er ist ausdauernd, kräftig, kälteunempfindlich und liebt das Wasser. Auf Kommando seines Trainers springt er ins Wasser und bringt Gegenstände und in Not geratene Personen sicher zum Boot zurück, wobei er die Hand oder das Armgelenk des zu Rettenden sicher aber sanft erfasst. Ein ausgewachsener und trainierter Neufundländer, der ein Gewicht von durchschnittlich 55 – 75 kg erreicht, ist mühelos in der Lage, Lasten von etwa 500 kg zu ziehen und lange Strecken im Wasser zurückzulegen.

Das gemeinsame Training und der Erfahrungsaustausch am Wiesensee haben alle Teams als erfolgreich bewertet, man kann beruhigt die kommenden Prüfungen in Frankreich, Luxemburg und Italien angehen.

Besucher am Wiesensee waren beeindruckt von den Vierbeinern, die ihrem Aussehen nach einem Bären ähneln. Viele Fragen wurden gestellt und beantwortet, Kinder konnten ihre Angst vorm großen Hund ablegen und Streicheleinheiten vergeben. Begeisterung empfanden viele für ein Team aus Belgien, David Dessart mit seinem Rüden Balou. David ist taubstumm und trotz dieser für uns empfundenen Beeinträchtigung ist dieses Team auch international sehr erfolgreich.

Die Trainingstage wurden uns ermöglicht durch die freundliche Genehmigung der GfT im Westerburger Land und die Unterstützung des Campingplatzes am Wiesensee, wofür sich alle Anwesenden herzlich bedanken.

Für ein Team der Wasserarbeitsgruppe Westerwald wurde die Arbeit im letzten Jahr besonders belohnt. Kerstin Kraft-Wehler aus Westernohe hat mit ihrem 6-jährigen Neufundländerrüden Body an mehreren Vorentscheidungen in Frankreich teilgenommen und sich für das französische Championat qualifiziert. Nach der Verleihung des Titels „Sea-Champion“ vom Deutschen Neufundländer Klub im August letzten Jahres sind sie nun das erste deutsche Team, das am 30.05.09 in Maisod im Juragebirge um den französischen Cup schwimmen wird.
Die Trainingseinheiten für die Teams in der Nähe wird in diesem Jahr sehr oft der Wiesensee sein. Meist wird an Samstagen trainiert. Zuschauer sind herzlich willkommen. Wer seinen Hund als Zuschauer mitbringt, sollte seinen Hund kennen und wissen, ob er sich mit den friedliebenden und sehr ruhigen Neufundländern vertragen wird. Anfragen zu den Trainingstagen auch per mail an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
 
weitere Informationen:
  WZ 20.5.2009 Neufundlaender uebten eifrig
 
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